top of page

INSIGHTS > BEITRAG

behnke consulting

Insight.

Unsere Arbeit bringt uns täglich mit unterschiedlichen Organisationen, Menschen und Fragestellungen in Kontakt. Aus diesen Erfahrungen entstehen Gedanken, Beobachtungen und Impulse, die wir hier teilen.

Warum viele Messeauftritte hinter ihren Möglichkeiten bleiben

6. Aug.
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Aug.


Der Messestand steht. Die Produkte sind vorbereitet. Das Marketing hat geliefert. Monatelang arbeiten Marketing, Produktmanagement und Messebauer an einem professionellen Auftritt. Neue Produkte werden entwickelt. Botschaften werden geschärft. Der Messestand wird geplant. Einladungen werden verschickt. Doch am ersten Messetag zeigt sich oft eine überraschende Realität: Die Qualität des Messeauftritts wird nicht durch das Marketing entschieden. Sie wird durch das Verhalten der Menschen am Stand entschieden. Denn der schönste Messestand generiert noch keinen einzigen Lead. Das schaffen nur die Menschen auf der Fläche.



Erfolgreiches Verkaufstraining für Messen


Die unsichtbare Linie am Messestand


Wer regelmäßig Messen besucht, kennt das Phänomen. Zwischen dem Gang und dem Messestand scheint eine unsichtbare Grenze zu verlaufen. Auf der einen Seite laufen potenzielle Kunden vorbei. Auf der anderen Seite stehen Mitarbeitende und warten. Manchmal minutenlang. Niemand spricht jemanden an. Niemand übernimmt die Initiative. Und jeder hofft darauf, dass Interessenten den ersten Schritt machen. Genau an dieser Stelle werden die meisten Messechancen verschenkt.



Messeerfolg ist Mannschaftssport


Viele Unternehmen betrachten Messen noch immer als Aneinanderreihung einzelner Gespräche. Tatsächlich ähnelt ein erfolgreicher Messestand eher einer gut organisierten Fußballmannschaft. Jeder hat eine Aufgabe. Jeder kennt seine Rolle. Jeder weiß, wann er Verantwortung übernimmt. Wenn diese Rollen ungeklärt bleiben, entstehen Lücken. Und genau diese Lücken kosten Leads.



Der Stürmer Menschen auf den Stand bringen


Der wichtigste Spieler auf vielen Messen ist nicht der beste Produktkenner. Es ist der Stürmer. Seine Aufgabe:


  • Blickkontakt herstellen

  • Interessenten ansprechen

  • Neugier erzeugen

  • Gesprächsanlässe schaffen

  • Menschen über die unsichtbare Messestand-Grenze begleiten


Viele Mitarbeitende fühlen sich in dieser Rolle unwohl. Dabei entscheidet genau dieser Moment darüber, ob überhaupt ein Gespräch entsteht. Ohne Ansprechverhalten gibt es keinen Lead.



Das Mittelfeld Interesse in relevante Gespräche verwandeln


Sobald ein Besucher den Stand betritt, muss die nächste Person übernehmen. Der Fehler vieler Messeteams: Der Stürmer bleibt zu lange im Gespräch. Dadurch kann niemand Neues angesprochen werden. Deshalb braucht es einen klaren Übergang. Die Aufgabe des Mittelfelds:


  • Bedarf erkennen

  • Gespräch strukturieren

  • Interesse vertiefen

  • Themen priorisieren

  • passende Ansprechpartner einbinden


Hier entscheidet sich, ob aus Neugier echtes Kundeninteresse wird.



Die Verteidigung Den Stand am Laufen halten


Auf erfolgreichen Messeständen gibt es auch Menschen, die selten im Mittelpunkt stehen. Sie erfüllen trotzdem eine entscheidende Funktion. Ihre Aufgaben:


  • Gespräche koordinieren

  • Ansprechpartner organisieren

  • Wartezeiten vermeiden

  • Materialien bereitstellen

  • Leads dokumentieren

  • Gesprächsübergaben absichern


Fehlt diese Rolle, entsteht Chaos. Kunden warten. Kollegen suchen Informationen. Wichtige Kontakte gehen verloren.



Und was macht eigentlich die Bar?


Die Bar wird auf Messen häufig unterschätzt. Dabei entstehen dort oft die entspanntesten Gespräche. Die Mitarbeitenden an der Bar sind keine Servicekräfte. Sie sind Gastgeber. Ihre Aufgabe:


  • Kontakt herstellen

  • Atmosphäre schaffen

  • Gesprächshürden senken

  • Besucher beobachten

  • Gesprächsmöglichkeiten erkennen


Viele wertvolle Gespräche beginnen nicht an einer Produktwand. Sondern bei einem Kaffee.



Warum Messetraining mehr ist als Gesprächstechnik


Die meisten Messetrainings konzentrieren sich auf Fragetechniken, Nutzenargumentation oder Einwandbehandlung. Das ist wichtig. Aber nicht ausreichend. Entscheidend sind häufig ganz andere Fragen:


  • Welche Ziele verfolgen wir auf dieser Messe?

  • Wer übernimmt welche Rolle?

  • Wann erfolgt die Gesprächsübergabe?

  • Was macht einen qualifizierten Lead aus?

  • Wie sprechen wir Besucher an?

  • Wie dokumentieren wir Kontakte?

  • Welche Botschaften sollen hängen bleiben?


Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, entsteht aus einem Messestand ein wirksames Vertriebssystem.



Das eigentliche Ziel


Ein Messeauftritt ist keine Produktpräsentation. Er ist eine Vertriebsinitiative. Deshalb sollte jedes Messetraining mit einer einfachen Frage beginnen: Welche konkreten Ergebnisse wollen wir auf dieser Messe erreichen?

Wer diese Frage klar beantwortet, Rollen definiert und die Mannschaft gemeinsam einschwört, erhöht die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass aus Besuchern Interessenten und aus Interessenten Kunden werden. Denn Messeerfolg entsteht selten durch den Stand. Er entsteht durch die Menschen, die ihn mit Leben füllen.

 



Sie möchten Ihren Messestand zur Vertriebschance machen?


Ein erfolgreicher Messeauftritt beginnt lange vor dem ersten Kundengespräch. Gemeinsam entwickeln wir ein Messetraining, das Rollen klärt, Sicherheit im Auftreten schafft und Ihr Team optimal auf den Messealltag vorbereitet – damit aus Kontakten qualifizierte Leads werden.




 
 
bottom of page